
Den Balkon gestalten
Ideen und Tipps für kleine und große Balkone
Ob vier oder vierzehn Quadratmeter: Mit den richtigen Möbeln, ein paar Pflanzen und durchdachter Beleuchtung wird aus jedem Balkon ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie einen schmalen Stadtbalkon oder eine großzügige Loggia haben – entscheidend ist, dass Einrichtung und Bepflanzung zur vorhandenen Fläche passen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Balkon gestalten können, und stellen Ihnen dabei einige Produkte vor, die sich im Außenbereich bewährt haben.
Vor der Einrichtung – den Balkon richtig einschätzen
Bevor Sie Möbel oder Pflanzkübel kaufen, lohnt sich ein Blick auf die Gegebenheiten. Messen Sie die Fläche aus und zeichnen Sie sich einen groben Grundriss – so sehen Sie schnell, wie viel Stellfläche tatsächlich bleibt.
Klären Sie außerdem die Tragfähigkeit. Besonders bei älteren Gebäuden ist die zulässige Belastung pro Quadratmeter begrenzt. Ein kurzer Blick in die Hausordnung oder ein Anruf bei der Hausverwaltung schafft hier Klarheit, bevor schwere Pflanzkübel oder ein massiver Strandkorb auf dem Balkon stehen.
Die Himmelsrichtung bestimmt, welche Pflanzen gedeihen und ob Sie einen Sonnenschutz brauchen. Ein Südbalkon wird im Sommer sehr warm und verlangt nach hitzeverträglichen Pflanzen und einer Markise oder einem Sonnensegel. Nordbalkone bekommen wenig direkte Sonne – dafür eignen sich Schattenpflanzen wie Fuchsien oder Hortensien.
Und schließlich: Legen Sie sich auf einen Stil fest, bevor Sie einzelne Teile zusammenkaufen. Natürlich-warm mit Holzmöbeln, maritim mit Blau-Weiß-Akzenten, mediterran mit Terrakottatöpfen – ein durchgängiger Stil sorgt dafür, dass der Balkon stimmig wirkt, selbst wenn die Fläche klein ist.
Balkonmöbel – Sitzen, Ablegen, Verstauen
Kleine Balkone – platzsparend und multifunktional
Auf einem kleinen Balkon zählt jeder Zentimeter. Möbel, die mehrere Funktionen erfüllen, sind hier die beste Wahl. Die Teak-Box/Hocker Oxford ist ein gutes Beispiel: Aufgeklappt dient sie als Aufbewahrungsbox für Kissen, Decken oder Gartenutensilien, mit aufgelegtem Sitzkissen wird sie zum Hocker. Bei 45 × 45 × 45 cm nimmt sie kaum Platz weg und lässt sich bei Bedarf auch als kleiner Beistelltisch nutzen.
Für Getränke, Bücher oder eine Pflanze braucht es daneben eine Ablagefläche. Die Beistelltische im 3er-Set aus Teak gibt es in drei Größen, die sich ineinander stapeln lassen. So nehmen sie zusammengeschoben wenig Raum ein und lassen sich bei Bedarf einzeln an verschiedene Stellen rücken. Wer den kleinsten Tisch neben den Stuhl stellt und die beiden größeren zusammen als Beistellfläche gruppiert, bekommt erstaunlich viel Ablagefläche auf engem Raum.
Größere Balkone – mehr Platz, mehr Komfort
Wer mehr Quadratmeter zur Verfügung hat, kann sich eine richtige Sitzecke einrichten. Die Gartenbank Feierabend aus Teak bietet zwei Einzelsitze mit Armlehnen und einen integrierten Tisch in der Mitte – Kaffeetasse und Buch liegen damit immer griffbereit. Mit 160 cm Breite passt die Bank auch auf breitere Balkone, ohne den gesamten Platz zu beanspruchen. Durch die Rückenlehne sitzt man bequem genug, um dort auch einen ganzen Nachmittag zu verbringen.
Für ein echtes Urlaubsgefühl sorgt der Single Strandkorb Düne. Der 1-Sitzer aus Teak mit PE-Shell-Geflecht und zwei Bullaugen an den Seiten bringt Küstenatmosphäre auf den Balkon. Dank der Volllieger-Funktion lässt sich der Oberkorb weit genug nach hinten neigen, um darin auch ein Nickerchen zu halten. Als Einsitzer passt er auf Stellflächen, für die ein klassischer 2-Sitzer-Strandkorb zu wuchtig wäre.
Pflanzen auf dem Balkon – Grün auf wenigen Quadratmetern
Pflanzen machen aus einem möblierten Balkon erst einen Ort zum Wohlfühlen. Dabei müssen es keine riesigen Kübel sein – schon ein paar Kräutertöpfe auf dem Geländer und eine blühende Pflanze in der Ecke verändern die Atmosphäre deutlich.
Wer nicht nur Blumen, sondern auch Kräuter oder Gemüse anbauen möchte, braucht etwas mehr Platz in der Tiefe. Das Hochbeet Dundee aus Teak bietet mit seinen vier Bepflanzungseinheiten auf unterschiedlichen Höhen genug Raum, um verschiedene Pflanzenarten getrennt voneinander unterzubringen. Mit 180 cm Breite eignet es sich eher für größere Balkone oder Terrassen, kann dort aber gleich mehrere Funktionen übernehmen: Kräutergarten, Blumenkasten und Sichtschutz zum Nachbarn in einem. Die einzelnen Pflanzfächer sind mit Folie ausgeschlagen, sodass überschüssiges Wasser nicht einfach auf den Boden läuft.
Für kleinere Balkone empfehlen sich hängende Pflanzgefäße, Balkonkastenhalter am Geländer oder vertikale Pflanzsysteme, die an der Wand befestigt werden. So bleibt die Bodenfläche für Möbel frei, während die Begrünung trotzdem üppig wirkt.
Beleuchtung und Deko – Stimmung auf dem Balkon
Abends wird der Balkon erst mit der richtigen Beleuchtung gemütlich. Mehrere kleine Lichtquellen auf verschiedenen Höhen wirken dabei angenehmer als eine einzelne helle Lampe.
Eine unkomplizierte Lösung ist die leuchtende Laterne Solar: Sie lädt sich tagsüber über das Solarmodul auf und schaltet sich bei Dämmerung dank eingebautem Sensor automatisch ein. Kabellos brennt sie bis zu sechs Stunden – lang genug für einen entspannten Abend auf dem Balkon. Da sie wasser- und wetterfest ist, kann sie das ganze Jahr über auf dem Balkon bleiben.
Ergänzend dazu setzen Lichterketten, Windlichter oder Kerzen in Glasgefäßen weitere Akzente. Platzieren Sie Lichtquellen auf verschiedenen Höhen – eine Laterne auf dem Boden, eine Lichterkette am Geländer, ein Windlicht auf dem Tisch –, damit der Balkon gleichmäßig beleuchtet wirkt und keine dunklen Ecken entstehen.
Auch Textilien tragen zur Atmosphäre bei: Outdoor-Kissen, eine leichte Decke für kühlere Abende und ein wetterfester Teppich unter dem Tisch machen den Balkon wohnlicher. Farblich sollten sich Kissen und Decken am gewählten Stil orientieren – Erdtöne passen zu Holzmöbeln, Blau- und Weißtöne unterstreichen den maritimen Look.
Balkon startklar machen – Checkliste für den Saisonbeginn
Bevor die ersten warmen Tage kommen, sollten Sie Ihren Balkon auf die neue Saison vorbereiten. Damit nichts vergessen wird, hier eine kurze Checkliste:
- Fegen und wischen Sie den Boden gründlich, vor allem in den Ecken und am Abfluss. Verstopfte Abflüsse führen bei Starkregen schnell zu stehendem Wasser. Prüfen Sie das Geländer und die Balkonbrüstung auf lockere Schrauben oder Roststellen – gerade nach einem feuchten Winter können sich Schwachstellen zeigen.
- Holen Sie eingelagerte Möbel hervor und kontrollieren Sie sie auf Schäden. Holzmöbel, die über den Winter eine graue Patina angesetzt haben, lassen sich mit feinem Schleifpapier anschleifen und anschließend ölen, wenn der ursprüngliche Farbton gewünscht ist. Polster und Kissen sollten vor dem ersten Einsatz gut durchlüften.
- Reicht ein Sonnenschirm oder brauchen Sie ein Sonnensegel oder eine Markise? Auf Süd- und Westbalkonen kann die Nachmittagssonne im Sommer die Nutzung ohne Schutz unangenehm machen. Messen Sie den Schattenwurf, bevor Sie in einen großen Schirm investieren – oft reicht ein kompakter Balkonschirm mit Gelenk, der sich an der Brüstung befestigen lässt.
Und zum Schluss: Planen Sie die Bepflanzung, bevor die Gartensaison voll im Gang ist. Wer früh Erde und Pflanzgefäße besorgt, kann ab dem Frühjahr schon die ersten Kräuter und Frühblüher setzen und hat den ganzen Sommer etwas davon.
Weitere Artikel in unserem Ratgeber Blog:
- Sommerparty organisieren
- Spielen im Garten
- Der Garten im Frühling
- Urban Gardening - Gärtnern auf dem Balkon
- Gartenmöbel pflegen
(Text: K. K. -Online Redakteurin / Foto: Alex Tyson von Pexels)

















